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Meist ist nach einigen Tagen die Scheinträchtigkeit beendet. Als erste Maßnahme sollte man das Gesäuge mit Kompressen aus essigsaurer Tonerde oder Eiswasser kühlen. Eine Behandlung erfolgt über Hormonspritzen, die die Läufigkeit unterdrücken. Allerdings bietet das keine absolute Garantie, dass die Scheinschwangerschaft nicht trotzdem eintritt. Außerdem werden möglicherweise durch die Hormongabe das Wachstum von Tumoren in der Brustdrüse begünstigt. Eine Kastration wäre die bessere Wahl. Dabei werden die Eierstöcke und gleichzeitig die Gebärmutter entfernt. Durch diesen Eingriff wird die Produktion von Geschlechtshormonen verhindert und damit das Sexualverhalten komplett unterbunden. Nach einer Kastration kommt es bei einigen Hündinnen zu Fellveränderungen. Man kann das durch Vitamingaben kontrollieren. Selten neigen Hündinnen zur Blasenschwäche. Durch Hilfe von Medikamente lässt sich der Blasenschließmuskel kontrollieren. Auch das Problem mit dem Dickerwerden ist kein Problem, wenn man konsequent ist. Viel Bewegung und eine richtige Diät wirken sehr gut. Eine Kastration ist zusätzlich eine Gesundheitsprophylaxe. Die Krankheiten von Hündinnen im hohen Alter sind zu 85 % direkt oder indirekt durch die Fortpflanzungsorganebedingt. Jede Scheinschwangerschaft reizt das Brustgewebe, was wiederum das Tumorwachstumbegünstigt. Sofern eine Ovariohysterektomie durchgeführt wurde, kann später auch keine Gebärmuttervereiterung mehr auftreten. Eine Sterilisation wobei nur die Eierstöcke durchtrennt werden ist unangebracht. Die Hündin wird lediglich unfruchtbar, die Läufigkeit und die damit verbundene Scheinschwangerschaft bleibt. Da die Sexualhormone den Charakter der Hündin entscheidend prägen, sollte man mit einer Kastration warten, bis die Hündin ausgewachsen ist. Über den besten Zeitpunkt sollte man sich mit dem Tierarzt unterhalten.
Sie können das Verhaltensmuster Ihres Hundes beeinflussen: 1. Der Hündin sofort jeglichen Welpenersatz wegnehmen 2. Sie nicht bemitleiden und verhätscheln, da sonst das Muttergefühl stärker wird. 3. Sie viel ablenken (z.B. häufiger als sonst spazieren gehen) 4. Die Hündin nicht das Gesäuge lecken lassen oder gar selbst massieren, da dadurch die Milchproduktion angeregt wird.
Die Scheinträchtigkeit darf nicht unterschätzt werden! Also unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Die psychische Komponente muss der Mensch übernehmen: D.h. man muss der Hündin quasi "ausreden" Mutter zu sein und Junge zu haben und ihr wie schon erwähnt sehr viel Ablenkung bieten. Leidet die Hündin körperlich stark unter der Scheinträchtigkeit bzw. treten Komplikationen regelmäßig nach der Läufigkeit auf, ist unter Absprache mit dem Tierarzt eine Kastration des Tieres eventuell geraten.
Besprechen Sie die beste Therapiemöglichkeit baldmöglichst mit Ihrem Tierarzt.
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