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Klein Sharon allein zu Haus

Klein Sharon war allein zu Haus,
Gerd und Beate waren aus.
Sie kamen heim, oh welch ein Graus,
wie sieht denn jetzt die Wohnung aus?
Langeweile tut nicht gut,
der Grund weshalb sie so was tut.
Das schöne Sofa hat ein Loch,
klein Sharon sagt: Es schmeckte doch.
Die Schuhe kannst auch vergessen,
die haben eh nie gut gesessen!
Der Pflanze war der Topf zu klein,
auch hier fiel Sharon etwas ein.
Sie wurde einfach umgestürzt,
die Wurzeln fachmännisch verkürzt.
Und auch die Blätter waren zuviel,
übrig blieb nur noch der Stiel.
Die Stofftiere schlecht dekoriert,
das ganze wurde umsortiert.
Es schaut doch gleich viel besser aus,
von jeder Ecke schaut eins raus.
Auch Teddy blieb nicht ungeschoren,
klein Sharon wo sind seine Ohren?
Gerade wollt Sharon sich noch freu’n
und stolz auf ihre Taten sein.
Doch Herrchen’s Blick schaut seltsam aus
und Frauchen stößt nur Flüche aus.
Findet ihr mein Werk nicht fein?
Dann lasst mich halt nicht mehr allein!

Und mitten drin in dem Gewühl,
sitzt der Greif und sagt nicht viel.

                    
Gerhard Weil im September 2007